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Veröffentlicht am: 19.03.2025
Unser Physiotherapie-Team im Interview
Karsten Schwartau – fachliche Leitung, 10 Jahre Physiotherapeut
Sondra Lange – 24 Jahre Physiotherapeutin
Malte Binder - 8 Jahre Physiotherapeut
Charlotte Schön – 13 Jahre Physiotherapeutin
Simone Groth – 37 Jahre Physiotherapeutin
Dagmar Küster – 43 Jahre Physiotherapeutin
1. Warum seid ihr Physiotherapeuten geworden?
Für viele war die Kombination aus Sport und Medizin interessant und das Bedürfnis, Menschen zu helfen. Bei einigen kam der Berufswunsch Physiotherapeut aufgrund eigener Erfahrungen auf, bei anderen war es ein Vorschlag der Agentur für Arbeit. Alle wollten etwas Soziales machen und Menschen die Freude an der Bewegung näher bringen, Schmerzen lindern und Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen.
2. Was begeistert euch am meisten an eurem Beruf?
Es begeistert:
selbstständiges Arbeiten
Kontakt mit Menschen/ Arbeit am Menschen
Neues lernen
Spezialisierungsmöglichkeiten
Geschichten von Menschen
Abwechslungsreiche Aufgaben
Motivation zur Bewegung schaffen
Fröhliche Gesichter der Patienten, nachdem Ihnen geholfen werden konnte
Gemeinsam Ziele erreichen
Gegenseitiger Respekt
3. Habt ihr immer in einer Praxis gearbeitet?
Ja, die meisten haben ausschließlich in einer Praxis gearbeitet. Frau Schön, Frau Küster und Frau Groth haben in all ihren Berufsjahren auch bis zu zwei Jahre in einer Klinik gearbeitet.
4. Was bringt ihr mit, um eure Patientinnen und Patienten zu motivieren und zu begeistern?
Wir bringen mit:
Einfühlungsvermögen
umfangreiches Fachwissen
Gemeinsames Erarbeiten und Formulieren von Zielen
Aufklärung/ Information
eigene Freude an Bewegung
lockere, aufgeschlossene Art
ansteckende, gute Laune / Humor
Erfahrung mit Verletzungen und anschließender Rehabilitation
5. Welche Fachgebiete / Krankheitsbilder / Erkrankungen begeistern bzw. liegen Euch besonders am Herzen?
Wir fühlen uns in fast allen Störungsbildern „zu Hause“, egal ob neurologische/ zentrale Erkrankungen, chirurgische/ orthopädische Störungen, lymphatische Störungen, chirurgische Nachbehandlung, Hallux valgus, Gleichgewichtsstörungen oder Supinationstrauma. Im Laufe der Jahre haben sich einige von uns spezialisiert, wie z.B. Frau Lange. Sie ist die richtige Ansprechpartnerin für Säuglings- und Kindertherapie.
6. Als Physiotherapeut muss man sich regelmäßig fortbilden. Welche Fortbildungen habt ihr schon besucht?
Die Fortbildungen, die wir bisher besucht haben, sind (um nur einige zu nennen)
Manuelle Therapie
Bobath Erwachsene
Manuelle Lymphdrainage
CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
KGG (Krankengymnastik am Gerät)
Medical Taping Concept/ Kinesio Taping
Cranio-Sacrale Therapie
viszerale Therapie
Myofasziale Schmerztherapie
Reflektorische Atemtherapie
Fußreflexzonentherapie
Nordic Walking Lehrer
Vojta
Aquapädagoge/ -gymnastik
7. Was macht man in der Physiotherapie?
Man beschäftigt sich mit verschiedenen Themen rund um den Körper. Inhalte der Therapie können z.B. Krafttraining, Koordinations-/ Gleichgewichtsschulung oder die Reduzierung von Schmerzen/ Schwellungen sein. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Wiedererlangung der Selbstständigkeit oder bei der Mobilisation/ Stabilisation. Meistens erfolgt eine Anleitung zum selbständigen Üben. Nicht zuletzt möchten wir die Selbstheilungsprozesse des Körpers anregen und Sie aktivieren.
8. Welche Geschichten/Erfolge bleiben in Erinnerung?
Karsten Schwartau: „Motivation ziehe ich grundsätzlich aus den Patienten, die sich beraten lassen und ihre Hausaufgaben machen. Ein Erfolg ist für mich auch, wenn im Rahmen einer Verordnung das „Problem“ beseitigt werden konnte. Etwas Besonderes ist es jedes Mal, wenn ich einen Patienten durch eine schwere Krankheit oder gar bis zum Tod begleiten darf. Jemanden so in sein Leben zu lassen, ist ein großer Vertrauensbeweis und diese Intimität schätze ich sehr“.
Malte Binder: „Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine Patientin, die nach einem Jahr (diesmal mit einem anderen Problem) wieder zu mir kam und mir berichtete, dass sie seit der letzten Behandlung immer noch schmerzfrei sei und die geplante Operation abgesagt werden konnte“.
Charlotte Schön: „Obwohl eine Operation nicht immer das Ziel sein kann oder soll, ist mir eine Patientin besonders in Erinnerung geblieben. Sie kam mit starken Schmerzen in der Hüfte und ihre Gehstrecke war auf ein Minimum reduziert. Sie überlegte und plante jeden Weg genau. Sie hatte große Angst vor einer Hüftoperation. Gemeinsam haben wir vor der Operation alles getan, um die Muskulatur aufzubauen, aber um die Operation kam sie nicht herum. Aber ich konnte ihr die Angst etwas nehmen. Fünf Tage nach der Operation kam sie wieder in die Praxis. Die Operation war gut verlaufen und außer Wundschmerzen hatte sie kaum Beschwerden. In den folgenden Wochen konnten wir das Gangbild verbessern, die Muskulatur trainieren und schließlich gewann sie ihre Freude an der Bewegung zurück“.
Simone Groth: „Es gibt viele Erfolge, die mir in Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel das Wiedererlernen des Gehens nach Jahren oder auch die Steigerung der Konzentration und die Freude am Lernen bei einem Schulkind. Genauso schön finde ich es, wenn Patienten aus der Kurzzeitpflege oder auch aus längeren Aufenthalten in einer Pflegeeinrichtung so gestärkt werden konnten, dass eine Rückkehr in die häusliche Umgebung möglich war“.
9. Wie wird man Physiotherapeut? Warum lohnt es sich und welche Eigenschaften sollte man mitbringen?
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist eine schulische Ausbildung oder ein Studium. Die schulische Ausbildung dauert 3 Jahre, das Studium 4-5 Jahre. Während der Ausbildung gibt es immer wieder längere Praktika, in denen man viel praktisches Wissen erwerben kann.
Was solltest du mitbringen?
selbständiges/ eigenverantwortliches Arbeiten
Einfühlungsvermögen
Freundlichkeit
Neugier und Interesse am menschlichen Körper
Freude am Lernen/ an Bewegung
Aufgeschlossenheit
Selbstreflexion
Geduld
Teamfähigkeit
10. Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären das?
mehr Zeit für den Patienten
weniger Bürokratie bei den Verordnungen
mehr bzw. freiere Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Therapie seitens der Ärzte und Krankenkassen