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Handtherapie

Wir haben zwei Multifunktionswerkzeuge an unserem Körper, deren Meisterleistung wir meist erst erkennen, wenn Sie eingeschränkt wurde.
Unsere Hände leisten täglich faszinierende Aufgaben und beherbergen auf engstem Raum, Muskeln, Sehnen, Gelenke, Nerven und so unendlich feines aber stabiles Material, das kein Architekt je so nachbauen könnte.

Es kommt der Tag, wenn eine Verletzung (durch Sport, Arbeit) oder eine chronische Erkrankung (z.B. Arthrose) einen Teil dieser Funktionen einschränkt. In diesem Moment sind die Handtherapeuten des FER für Sie da. Gerade weil das System Hand so komplex ist, sollte diese Behandlung ein Handtherapeut übernehmen. Im Idealfall kann so eine Operation verhindert werden. Wir sind der Meinung: Jede Operation, die nicht durchgeführt wird, ist eine gute Operation. Dennoch ist es in manchen Fällen sehr wichtig, gute Chirurgen zu finden, die sich auch die Zeit nehmen, Abläufe zu erklären, und im Vorfeld über alle Faktoren zu informieren.
Wir haben tolle Erfahrungen mit kompetenten und engagierten Chirurgen und Chirurginnen gemacht:
Nach der Diagnosestellung verweisen Chirurgen Sie, wenn möglich zunächst zu uns, um entweder vor der Operation die Muskulatur aufzubauen oder das Gewebe vorzubereiten. Schon jetzt erhalten Sie Termine für die Zeit nach der Operation, damit ein nahtloser Übergang gewährleistet ist. Ist die OP überstanden, erwartet Sie ein Ergotherapeut, der Sie und Ihre Hand bereits kennt und Sie können direkt mit der Nachbehandlung starten.
Unsere Handtherapeuten und auch die Kollegen in der Ausbildung zum Handtherapeuten sind begeisterte Lernende. Wenn es Ihnen Recht und der Operateur einverstanden ist, sind wir gerne als Hospitant (Beobachter) bei der Operation dabei. Dies ermöglicht dem Therapeuten, Wissen und Erfahrung aufzubauen und Ihnen, dass der Chirurg direkte Handlungsanweisungen und z.B. Behandlungsanpassungen mit dem Therapeuten besprechen kann.

Warum überprüft die Ergotherapeutin eigentlich zusätzlich meine Ellenbogen und Schultern? Egal ob chronisch schmerzende oder frisch operierte Hände. Unsere Therapeuten schauen sich in der Handtherapie immer die ganze obere Extremität an. Manchmal sogar die gesamte Wirbelsäule. Aber warum zum Geier?

Der Mensch ist ein zusammenhängendes System: Die Nerven der Hand stammen z.B. aus der Halswirbelsäule und passieren auf Ihrem Weg durch den Arm lauter Unwägbarkeiten und Hindernisse. Aber auch ein scheinbar einfacher Fingerbruch kann eine Schonhaltung oder Reizzustände wie z.B. einen Tennisarm auslösen. Das ist völlig unnötig. Deshalb erhalten Sie neben den Übungen für Hand und Finger häufig noch Übungen für Arm und Schultergürtel dazu.
Unterschätzen Sie nie den beeindruckenden Einfluss, den Sie selbst auf Ihre Heilung haben: Der Therapeut bringt Sie vielleicht über eine Grenze, aber den wahren Erhalt einer Handfunktion haben Sie in Ihren Händen.